Familien, Kinder, Senioren und Soziales

Kinderbetreuung

In Sachen Kinderbetreuung hat Mainhausen eine Entwicklung genommen, die seines gleichen sucht. Noch im Jahr 2004 gab es lediglich einen Kindergarten mit wenigen 2/3 Plätzen, Betreuung bis 14.30 Uhr. Heute sind aus den früheren Kindergärten echte Kindertagesstätten geworden. Diese bieten Betreuungszeiten von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr an. Die Zeiten in den kirchlichen Einrichtungen wurden ebenfalls erhöht, was ohne die große finanzielle Unterstützung der Gemeinde so nicht möglich wäre. Im Bereich der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren bewegen wir uns seit Jahren an der Spitze im kreisweiten Vergleich.

Wir müssen unser Angebot aber stetig ausbauen, denn der Bedarf an U3-Betreuung und Ganztagsplätzen steigt immer weiter. Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist frühkindliche Bildung ein Schlüssel für den späteren Lebensweg unserer Kinder. Kindertagestätten leisten außerdem einen großen Beitrag zur Integration. Ich will auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Einrichtungen und die Tageseltern nicht vergessen. Sie müssen durch stetige Fort- und Weiterbildung hohe Qualitätsstandards sichern. Kinderbetreuung ist eine Investition in unsere Zukunft und die ErzieherInnen tragen eine entscheidende Verantwortung.

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Kita-Besuch mit Bundestagsabgeordnetem Dr. Jens Zimmermann

Grundschulbetreuung

An beiden Grundschulen findet Betreuung statt. Die Fördervereine und deren MitarbeiterInnen leisten eine hervorragende Arbeit. Darin will ich sie auch weiterhin unterstützen.
Zurzeit wird landesweit über den „Pakt am Nachmittag“ diskutiert. Eine Idee der Landesregierung, die für meine Begriffe zu kurz greift und die Verantwortung wieder einmal auf die Kommunen verschiebt.

Ich fordere vom Land Hessen die konsequente Einführung der Ganztagsschule, in Verantwortung des Landes. Trotzdem bin ich bereit Kompromisse einzugehen, sofern es unseren Fördervereinen von Nutzen ist. Ich werde weiterhin gern an der Seite unserer Schulen und den Fördervereinen stehen und mit ihnen gemeinsam den besten Weg für unsere Kinder und für Mainhausen finden.

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Zu Besuch bei der Betreuung

Senioren

Wir werden immer „älter“ heißt es und ich sage „unsere Senioren sind viel länger jung und aktiv“. Heute sind Senioren mit 70 Jahren weitaus mobiler und interessierter, als es meine Großeltern in diesem Alter waren. Wir brauchen daher sicher andere Konzepte als noch vor 20 Jahren.

Ein Schritt in die richtige Richtung war die Schaffung unseres „Hauses Spessartblick“, das seniorengerechte Wohnen im Ortsteil Mainflingen. Davon brauchen wir noch mehr - der Bedarf ist da. Eine solche Möglichkeit möchte ich baurechtlich auf dem ehemaligen manroland-Gelände vorsehen. Der Fortbestand und die finanzielle Absicherung der immer noch angeschlagenen Wohntreff GmbH als Träger des Aurelius-Hof genießt weiterhin Priorität.

 

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Einweihung und Segnung "Haus Spessartblick"

Integration – Flüchtlinge

In der Offenbach-Post vom 18. Mai 2015 konnten wir lesen: Mainhausen - In kaum einer anderen Kommune verliefen die Vorbereitungen unaufgeregter, klappten die Unterbringung und die ersten Kontakte reibungsloser, und nirgendwo trug das gesellschaftliche Miteinander schneller erste Früchte.“

Die Einleitung zum Bericht über das Hoffest in der Obergasse hat mich sehr stolz gemacht und es stimmt: Wir sind neue Wege gegangen! Wir schaffen heute kleine Gemeinschaftsunterkünfte bzw. Wohnungen. Die Kosten hierfür werden Großteils vom Kreis Offenbach erstattet. Wir haben zusätzliche eine Mitarbeiterin eingestellt, die die zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt. Das soziale Netzwerk Mainhausen hat es geschafft, dass sich die Menschen, die zu uns kommen, hier wohlfühlen und einbringen. Das sah am Anfang nicht so aus. Ratlos fragten wir uns: Womit fangen wir an, wie finden wir Wohnungen, wie soll die Ausstattung sein, was wird gebraucht und wie soll Integration von statten gehen. Eines wusste ich ganz genau: Es darf nicht mehr sein, wie in den 90-iger Jahren. Keine Unterbringung von 130 Asylbewerbern in einem Haus im Gewerbegebiet. Keinesfalls dürfen wir die Menschen sich selbst überlassen. Heute ist dieses Thema eine Erfolgsgeschichte in Mainhausen und das durch und mit dem sozialen Netzwerk und den vielen engagierten Menschen.

Mir hat es gezeigt: In Mainhausen wollen wir nicht über Probleme sinnieren, sondern Lösungen praktizieren. Ich kann allen engagierten Menschen in Mainhausen nur sehr herzlich danken. Ich sichere zu, dass Integration mir weiterhin ein Herzensanliegen sein wird und sowohl Flüchtlinge als auch Helfer auf meine Unterstützung zählen können.

 

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Wahl der Haus-Sprecher

Soziales – bezahlbarer Wohnraum

Die erforderliche Unterbringung von Flüchtlingen hat die allgemeine Wohnungssituation in Mainhausen noch deutlicher gemacht. Ich habe seinerzeit die „Leitlinien zur Unterbringung und Betreuung in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen der Gemeinde“ erarbeitet, welche die Gemeindevertretung dann mit Mehrheit beschlossen hat. In der Einleitung ist die Problemstellung für die Zukunft sehr deutlich: In Mainhausen fehlt es an

  • Unterbringungsmöglichkeiten für die zugewiesenen Asylbewerber,
  • Unterkünfte zur Unterbringung der Obdachlosen und
  • allgemein bezahlbaren Wohnraum.  

Seither ist das Thema bezahlbarer Wohnraum in aller Munde. Sozialen Wohnungsbau in der Form der 80-ziger und 90-ziger Jahre hingegen gibt nicht mehr und die Finanzierung von Wohnbauprojekten gestaltet sich für Gemeinden unserer Größenordnung sehr schwierig. Trotzdem müssen wir uns mit der Notwendigkeit von bezahlbarem Wohnraum auseinandersetzen. Derzeit erarbeite ich ein Konzept. Sobald konkrete Ergebnisse vorliegen werde ich dieses den politischen Gremien der Gemeinde Mainhausen zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen. Denn dann diskutieren wir über die tatsächlichen Möglichkeiten und nicht ins Blaue hinein.

 

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Eingang Gemeinde-Wohnungen

Vereinsleben

Vereine, Kinderbetreuung, Seniorenarbeit und Integration … das ist alles eng miteinander verbunden. Ja, in den letzten Jahren wurden Kürzungen bei der Vereinsförderung vorgenommen. Ich bin aber davon überzeugt, dass dies in einem durchaus erträglichen Maß erfolgt ist. Einschränkungen bei der Nutzung von gemeindlichen Räumlichkeiten in unseren Bürgerhäusern und Sporthallen hat es, im Gegensatz zu anderen Kommunen, nicht gegeben. Im Gegenteil, in diese Räumlichkeiten wurde und wird kräftig investiert (Bürgerhaus Mainflingen).

Ich weiß wie wichtig unsere Vereine für das Gemeinwohl sind und ich liebe die Zusammenarbeit mit den Menschen, die diese Vereine tragen. Als Bürgermeisterin versuche ich den Spagat zwischen Finanzlage Gemeinde, steigende Ansprüche Aller und den Notwendigkeiten für das Gemeinwohl zu schaffen. Gern will ich weiterhin die Partnerin unserer Vereine sein, gern mit Ihnen zusammen Lösungen finden und umsetzen.

 

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Dienst beim Feuerwehrfest