Bilanz der ersten Amtszeit
Am 01.02.2004 habe ich das Amt der Bürgermeisterin der Gemeinde Mainhausen angetreten.
Seither hat sich in Mainhausen viel getan und es ist sicher Zeit für einen kurzen Rückblick.
Kurz nach meinem Amtsantritt stellte ich die Zahlungsunfähigkeit der Gemeinde und die drohende Insolvenz der gemeindlichen Wohntreff GmbH fest. Alles andere als ein traumhafter Start in die verantwortungsvollen Aufgaben der Bürgermeisterin, aber ein Start, der Kreativität und Sparsamkeit erforderte.
Die Ausgaben der Gemeinde wurden geprüft und korrigiert. Damit gingen viele Diskussionen und viele schmerzhafte Einschnitte einher.
Der von mir vorgelegte Entwurf des Haushaltsplans 2009 weist zum erstenmal seit 2001 ein kleines Plus aus. Eine Tatsache, die nicht einfach zu bewerkstelligen war, vor allem nachdem im Jahr 2008 die sogenannte Doppik, die kaufmännische Haushaltsführung, eingeführt wurde.
Die Insolvenz der Wohntreff GmbH konnte verhindert werden. Das bedeutete eine enormen Kraftakt, der nur gemeinsam, also mit allen Fraktionen im Gemeindeparlament, möglich war.
Eindrücke aus der ersten Amtszeit

Spielplatzübergabe im Neubaugebiet Magdruh, 2004
Aber auch sonst hat sich vieles verändert:
- Kanal- und Straßenbau wurde vorangetrieben - nicht zur Freude von allen, wie ich weiß und verstehe.
- Mit den erforderlichen Sanierungsarbeiten an unseren Gemeindegebäuden wurde begonnen.
- Kinderbetreuung wurde ausgebaut - heute sind alle Kindergärten Tagesstätten mit Mittagsversorgung und Plätzen für Kinder unter 3 Jahren.
- Tagesmütter ergänzen das Betreuungsprogramm und die Betreuung an unseren Grundschulen ist gesichert.
- In Sachen Ortsgestaltung sind einige Projekte angestoßen - die von Fördermitteln abhängig sind (Bushaltestellen, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und Radweg L2310).
- Die neue Schule und die neue Schulturnhalle sind da, die Fußgängerampel kommt.
- Das Feuerwehrhaus Mainflingen ist fast fertig und der Baubeginn des Zellhäuser Feuerwehrhauses steht kurz bevor.
- Für die Badeseen und den Campingplatz wurde ein Eigenbetrieb gegründet.
- Das Personalamt wurde aus Gründen der Kostenersparnis ausgegliedert.
- Die Verwaltungsreform ist eingeleitet - durch EDV-Umstellung und Umstrukturierung wird das Rathaus immer mehr zum Dienstleistungsunternehmen.
Bei den bisher eingeleiteten Bau- und Sanierungsmaßnahmen wurde seitens der Verwaltung, wo immer möglich, auf die beschränkte Ausschreibung zurück gegriffen. Die öffentlich geförderten Projekte müssen leider noch immer nach VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) ausgeschrieben werden, was dem örtlichen Gewerbe leider nicht sonderlich zuträglich ist. Trotz der gesetzlichen Vorgaben konnten dennoch viele Aufträge an Mainhäuser Unternehmen vergeben werden.
In Sachen Wirtschaftsförderung wurde die Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Gewerbe sicher verstärkt. Es fanden Informationsveranstaltungen für Gewerbetriebe ebenso statt, wie der Mainhäuser Gewerbemarkt. Es gab Treffen der Unternehmen unserer einzelnen Gewerbegebiete und Firmenbesuche erfolgten regelmäßig. Diese Maßnahmen werden weiter ausgebaut.
Es gilt, Mainhausen sattelfest für die Zukunft zu machen, ein schwieriges Unterfangen gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise, aber mit gemeinsamen Anstrengungen und gutem Willen machbar.
Die Handlungsfähigkeit der Gemeinde muss erhalten und ausgebaut werden.
Ich will Begonnenes weiterführen und Maßnahmen und Projekte erfolgreich abschließen, sowie neue Wege für eine gute Zukunft unserer Gemeinde einleiten.
Meine Pläne und Ziele für die Zukunft Mainhausens finden Sie unter der Rubrik Ziele - 2. Amtszeit im linken Bereich dieser Seite.
